Zahlungsdienste und E-Geld-Geschäft
Treuhänder und andere natürliche Personen : Deutsche VersionTrustees an other individuals : English version
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Sind Treuhänder Zahlungsdienstleister?

Durch die Annahme von Geldbeträgen zur Weiterleitung können auch Dienste von Treuhändern den Tatbestand des Finanztransfergeschäfts erfüllen. 

Selbst für den Fall, dass der Tatbestand eines Zahlungsdienstes vorliegt, spricht jedoch einiges für eine Nichtregulierung von Treuhändern. Im Rahmen treuhänderischer Tätigkeiten ist die Entgegennahme und Weiterleitung von Geldbeträgen oft nur das Mittel zum Zweck ist. Der Finanztransfer könnte daher als nicht regulierte Nebendienstleistung im Sinne der Zahlungsdiensterichtlinie anzusehen sein. Allerdings hat sich z.B. das Landgericht Köln in seinem „Lieferheld-Urteil“ (Az. 81 O 91/11) gegen ein allgemeines Nebendienstleistungsprivileg ausgesprochen.

Eine rechtliche Prüfung ist daher umso mehr anzuraten, je weiter der Schwerpunkt der Tätigkeit im Finanztransfer liegt.

Bei einer Regulierung von Treuhändern wäre vor allem problematisch, dass nur juristische Personen (z.B. eine AG oder GmbH) oder Personenhandelsgesellschaften (z.B. eine OHG oder KG) eine Erlaubnis gemäß ZAG erhalten. Natürliche Personen (und damit die Mehrzahl der Treuhänder) sind explizit von einer Erlaubniserteilung ausgeschlossen (vgl. § 9 Nr. 1 ZAG). Ausnahmen von diesem Grundsatz sieht das ZAG nicht vor. Die als natürliche Personen handelnden Treuhänder könnten ihre Dienste nicht mehr anbieten.